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Re: Wintersonne + Starker Frost = Frostrocknis
Nachricht von Thomas, Hamburg
Hallo Bernhard,
das Problem tritt erst nach längerem, starken Dauerfrost auf.
Im Winter 02/03 gab es hier früh im Dezember eine Woche Dauer-Kahlfrost mit starkem Sonnenschein bei Temperaturen bis -10°C. Anschließend haben sich bei einem Trachy die Blattspreite aufgerollt wie Maccaroni, trotz guter, trockener Mulchung.
Das läßt sich aus der Temperatur allein nicht erklären, -10°C hatte er im Vorwinter problemlos weggesteckt.
Der große Unterschied z.B. zu den USA ist das Verhältniss Tag- zu Nachtlänge. Hier im Norden ist das Verhältnis 7,5/16,5h. Durch Hecken etc. bedingt scheint die tiefstehende Sonne in vielen Gärten eh nur in den Mittagsstunden. Davon darf man sich bei Tagfrost nicht zuviel positives versprechen. Die geringe Erwärmung des Bodens steht in keinem Verhältnis zur nächtlichen Abkühlung. Die 2-3 Stunden Mittagssone können den in der langen Nacht durchgekühlten Stamm durch die Faserschicht hindurch nicht richtig auftauen. Wenn man den Stamm besser isoliert, kann die Sonne noch weniger ausrichten. Die 2-3 Stunden Mittagssone reichen aber völlig, um in den Blättern Wasserbedarf zu erzeugen. Deswegen ist es in den kälteren Regionen nicht schlecht, wenn man die Blätter zusammenbindet, evtl. auch Fließ herumwickelt.
Gruß,
Thomas
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