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Re: Immergrüne Eiche im Alpinum des NBG Göttingen #AM
Nachricht von JürgenB / swTH
Hallo Bernd,
Du kanntest die Art nicht? Sie wird bisweilen als Synonym zu Quercus semecarpifolia Smith in Rees gestellt (Jedoch nicht in der Flora of China, dort nur Quercus obtusifolia D. Don. als syn.).
Die beiden Arten sind zweifelsohne nahe miteinander verwandt und gehören in den Verwandtschaftskreis der Q. ilex.
Q. semecarpifolia kommt westlich der Q. aquifolioides, vor allem Norhängen im südlichen Himalaja von Swat und Kashmir bis S-Xizang=Tibetund Bhutan (Afghanistan, China (S-Xizang), Pakistan, Indien und Nepal) vor, ebenfalls sehr hoch in de Berge kletternd, in 2600 - 4000 m Höhe. Sie wird üblicherweis größer als Q. aquifolioides, wächst meistens zu 25 - 30 m hohen Bäumen heran, kann aber an ungünstigen Standorten, vor allem in den Hochlagen ebenfalls strauchig wachsen.
Sicher gibt es fließende Übergänge zwischen beiden Arten, so dass die Pflanzen vielleicht nicht immer leicht zuzuordnen sind.
Die Art wird als nicht besonders winterhart angegeben, es gibt sicher harte Herkünfte, so dass diese Eiche auch unsere Gärten bereichern könnte.
Übrigens wird auch von einer Naturhybride mit Quercus baloot Griff., gesammelt in Sarswag, Kurram von Y. M. Khan berichtet.
Möchte zum Vergleich noch ein paaar Fotos vorstellen:
Zunächst aus den "Oaks of the World" von Jeanlois Herlodot , der die Arten ebenfalls nicht als synonym betrachtet (mal ruhig ein bissschen rum stöbern):


Als Acerophilen interessiert Dich sicher auch seine Les Erables (Ahorn) Seite, leider nur in französisch.
Und nun noch ein Fotos aus dem Botanischen Garten Aia Pagoeta im Baskenland in der orth. var Quercus semicarpifolia Smith (die haben übrigens auch viele mexikanische Eichen, schau mal nach);
LG Jürgen
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