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17.194.875 Artikelanzeigen seit dem 12.08.2005

botanisches Malta 7 / Buskett Gardens

Nachricht von Moggy-Koblenz

Es geht weiter auf der Malta-tour nach Buskett Gardens.

Auch einer dieser" wäre gern länger dageblieben"-Orte, aber wir sind immerhin ja dort gewesen, wenn auch nur ein kurzer Durchgang am Rande...

Der mit 30 Hektar größte "Wald" auf den Inseln, vor jahrhunderten als Jagdrevier von den herschenden johanniter-rittern bereits gezielt mit Aleppokiefern und immergrünen Eichen/ zypressen etc. angepflanzt.

heute beliebtes- da grün und schattig- erholungsgebiet für die Einheimischen.

eher eine Parkartige Anlage , auch mit unterbrechungen aus kleinen Feldern mit Olivenbäumen und Zitrusgewächsen.

nebenbei der Obst+ wandelpark-garten für den Verdala-Palace, das ist der SOMMER-sitz der Maltesischen Präsidentin.

man sieht:
etwa 10-15 Meter große Pinus halepensis und cupressus semper. bilden v.a. die Baumschicht






pistacia lentiscus ist häufiger Unterbewuchs-besiedler


riesenzypressen

um diese Jahreszeit im austrieb und häufig:
Akanthus


laut meinen schlauen Büchern sollte das clematis cirrhosa sein(immergrün)



sehr dekorativer Kletterer mit Herzblatt und bedornten Trieben.
Leider bisher unbekannt, evtl. hat ja jemand von Euch nen tip?



Mauer mit epihyllum-kakteen



sah so gelassen-souverän aus als die halbe Gruppe ihn gestreichelt und geknipst hat...





knorrige Oliven mit alter Wasserrinne davor.
Stichwort Oliven:
sind auf Malta eher selten, und zwar
1: auf den fruchtbaren Böden ist es produktiver, andere Sachen anzubauen, z.b. Erdbeeren- sehr beliebt- tomaten, Kartoffeln, Getreide usw. sowohl für Eigenbedarf als auch den Export, der rel. bedeutend ist.

2: auf den nicht ganz so produktiven Flächen gab es größere Olivenfelder, die aus den vorigen jahrhunderten stammten.
Die um die Jahrhundertwende herschenden engländer haben die aber damals großflächig abgeholzt, um Platz für Baumwolle zu schaffen.
das lohnte sich aber nicht, die Felder fielen brach und wurden teils von der Erosion entwertet.

3: im 2en Weltkrieg war Malta teil völlig von Lebensmittellieferungen abgeschnitten und somit wurde jeder QM für die erwirtschaftung von Grundnahrungsmitteln genutzt bzw. viele Bäume zu Brennholz umgewandelt.

vielerorts wird seit den letzten Jahrzehnten wieder aufgeforstet/ bepflanzt, aber man kann sich vorstellen wie schwer das in so einer steinig-trockenen Klimalage ist und wie lange es dauert, bis das Landschaftsbild sich wieder verändert.

zumal bei so wenig vorhandener Fläche nat. auch der ausbau von Siedlungen/Hotels/Straßen "reinhaut"




Telefon....
kein Anschluss unter dieser Zelle.

aber man hat flächendeckend gutes NET, teils W-lan unterwegs...

und da Malta zur EU gehört wird das telefonieren auch nicht so schnell zum unangenehmen Überraschungspaket hinsichtlich der nächsten Rechnung ...



bis bald..








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