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19.926.983 Artikelanzeigen seit dem 12.08.2005

Re: Cordyline indivisa - Wies vielleicht zu dem Märchen kam.......

Nachricht von Karl Z7b

Hallo!
Gerade heute ist es mir wieder aufgefallen:
Eigentlich sonst sehr kompetente Autoren mit einschlägigem Fachwissen, nämlich Christoph und Maria Köchel haben in "Kübelpflanzen - Der Traum vom Süden" auf Deutsch gesagt einen ganz gewaltigen Blödsinn gemacht:
Beim "Cordyline-Portrait" steht nämlich da, das sie beobachtet hätten, wie ein "gemischter Bestand" geblüht hätte, nämlich Cordyline mit breiteren Blättern und solche mit schmäleren Blättern. Nach der Blüte hat sich die "Sorte" mit den breiteren Blättern verzweigt, die "Sorte" mit schmäleren Blättern nicht.
Und nachdem es anscheinend so "einleuchtend" schien, nahm man an, dass alle sich nach der Blüte nicht verzweigenden Cordyline wohl "IN- divisas" sein müssten, im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb steht dann auch, dass die Sorte mit den schmalen Blätter indivisa sei.

Das Problem ist nur:
BEIDE dieser "Sorten" sind Cordyline australis, von der es tatsächlich welche mit etwas breiteren und robusteren Blättern gibt und andere mit eher schmäleren und grazileren Blättern!!!
Die "echte" indivisa sieht - wie schon oft belegt - wirklich völlig anders aus!!!!
Natürlich kann sich auch eine australis wie eine "indivisa" verhalten und sich nach der Blüte nicht verzweigen - soll vorkommen, nur: Das heißt ja noch lange nicht, dass sie deswegen gleich eine indivisa ist!!!
Das wäre ja so, als würde man Aloe dichotoma mit Aloe arborescens gleichsetzen, nur weil dichotoma "baumartig" wächst.

Ich denke, dass das der Grund für diese Verwirrung sein könnte, denn in keiner anderen Publikation ist mir so eine "wilde" Theorie bisher untergekommen.

Was meint ihr dazu?!

lg, Karl


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