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10.226.225 Artikelanzeigen seit dem 12.08.2005

Jahrzehnte alte Pflanzen sagen mehr als Temperaturdaten

Nachricht von Marco, Heidelberg

Wie gesagt, möchte ich mir da kein Urteil erlauben, was die Überlebenschancen einer ungeschützten Trachy in einem solchen Extremwinter betrifft.

Die Argumentation "Es ist völlig egal, wo man wohnt" finde ich nun aber auch etwas - sagen wir - "undifferenziert".

Tatsache ist doch, daß bestimmte, eingeschränkt winterharte Exoten wie Pinien, Zypressen und immergrüne Magnolien im besagten Bereich Mannheim/HD über Jahrezehnte überlebt haben (auch die die Winter der 80er!), in anderen Regionen hingegen nicht.

Man kann über Klimazonen und Meßwerte ja letztlich so viel diskutieren man will, aber Jahrzehnte alte Freilandpfanzen wie 40-50 Jahre alte und über 10m hohe Pinien, 20 Meter hohe Araukarien oder die über 20m hohen Zypressen, die nachweislich auch schon in den 70ern und 80ern existierten, sind ein Beweis für klimatische Unterschiede, der schlichtweg unanfechtbar ist.

Was die konkreten Meßwerte betrifft: Die Differenz der Tiefstwerte Mitte der 80er beträgt immerhin 5 Grad (-18 in Mannheim und -23 in Köln) - und das in einem absolut grenzwertigen Bereich. Ich will nicht streiten und auf Zahlen rumreiten, kann aber auch nicht glauben, daß diese Differenz in einem Extremwinter überhaupt keine Rolle spielen soll. Nach menschlichem Empfinden ist natürlich beides "saukalt", aber Pflanzen sind eben keine Menschen.


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